Aufnahmeweg, Wirkung, Halbwertszeit und Nachweiszeit je Substanz, alphabetisch nach Kürzel.
Amphetamin (AMP)
| Aufnahmeweg | Oral, intravenös |
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| Wirkung | Euphorie, Glücksgefühle, aufputschend |
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| Halbwertszeit | 10 bis 30 Stunden, abhängig vom pH-Wert und damit von der Ernährung |
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| Nachweiszeit im Urin | 1 bis 3 Tage nach Einnahme |
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Amphetamine (AMP), also Amphetamin, Methamphetamin und die chemisch verwandten Designerdrogen wie zum Beispiel Ecstasy, sind sympathomimetisch wirksame Amine, deren biologische Effekte eine starke Stimulation des zentralen Nervensystems beinhalten. Sie erhöhen die Pulsfrequenz und den Blutdruck und unterdrücken den Appetit. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein starker Missbrauch zu dauerhaften Schäden von lebenswichtigen Nervenstrukturen im Gehirn führen kann.
Amphetamine werden dem Körper gewöhnlich oral, intravenös oder durch Rauchen zugeführt. Amphetamine werden über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und entweder unverändert oder nach Inaktivierung in der Leber mit dem Urin ausgeschieden. Weil der pKa-Wert von Amphetamin 9,9 beträgt, wird die Substanz besser aus den Nierentubuli rückresorbiert, wenn der Urin alkalisch ist. Daher werden in alkalischem Urin 80 Prozent freies Amphetamin renal eliminiert, anstatt lediglich 2 bis 3 Prozent in basischem Urin.
Barbiturate (BAR)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Reduziertes Urteilsvermögen, Benommenheit, Motivationsmangel |
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| Halbwertszeit | 20 bis 30 Stunden (Pentobarbital); 48 bis 280 Stunden (Phenobarbital); 22 bis 29 Stunden (Secobarbital) |
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| Nachweiszeit im Urin | bis 5 Tage (Pentobarbital); bis 8 Tage (Phenobarbital); 2 bis 3 Wochen bei langwirkenden Barbituraten |
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Barbiturate (BAR) sind eine Stoffklasse, die dämpfend auf das zentrale Nervensystem einwirken. Phenobarbital ist ein Derivat mit langer Verweildauer im Blut und wird als Beruhigungsmittel und sehr häufig als Antikrampfmittel eingesetzt. Pentobarbital und Secobarbital sind zwei Beispiele für kurzlebige Barbiturate mit nur kurzer Verweildauer im Blut. Der Missbrauch von Barbituraten kann zu Atemstillstand, Koma und sogar zum Tode führen. Barbiturate werden dem Körper oral, rektal oder per Injektion intravenös oder intramuskulär zugeführt. Barbiturate mit kurzer Verweildauer werden stets in Form von Metaboliten mit dem Urin ausgeschieden, während Barbiturate mit langer Verweildauer meistens unmodifiziert ausgeschieden werden.
Buprenorphin (BUP)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Nimmt den Suchtdruck |
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| Halbwertszeit | 8 bis 15 Stunden |
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| Nachweiszeit im Urin | 2 bis 6 Tage nach Einnahme |
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Buprenorphin (BUP) ist unter dem Handelsnamen Subutex® als Drogensubstitutions-Tablette erhältlich. Der Wirkstoff ist bereits seit 30 Jahren als Schmerzmittel bekannt. Im Vergleich zu Methadon wirkt Buprenorphin in hohen Dosen weniger schädigend. Es können aber Nebenwirkungen wie Schwitzen, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen, Abgeschlagenheit und Sexunlust auftreten.
Benzodiazepine (BZO)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Angstlösend, beruhigend, entspannend |
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| Halbwertszeit | 5 bis 10 Stunden (Oxazepam); 1 bis 30 Stunden (Triazolam); 8 bis 20 Stunden (Bromazepam); 10 bis 30 Stunden (Flunitrazepam); 20 bis 40 Stunden (Diazepam); 40 bis 100 Stunden (Nordiazepam) |
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| Nachweiszeit im Urin | bis zu 3 Tagen nach therapeutischen Dosen; bis 4 bis 6 Wochen bei chronischem Missbrauch |
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Benzodiazepine (BZO) sind die heute am häufigsten verwendeten Beruhigungsmittel. Sie werden in großem Umfang als Mittel zur Bekämpfung von Angstzuständen, als Hypnotika und als Mittel zur Muskelentspannung und Krampflösung eingesetzt. Sie werden oral oder durch Injektion verabreicht. Benzodiazepine werden in der Leber abgebaut. Einige ihrer Metabolite sind ebenfalls pharmakologisch aktiv. Benzodiazepine und ihre Metabolite werden mit dem Urin ausgeschieden. Ihre Einnahme kann zu Schläfrigkeit und Verwirrtheitszuständen führen. Benzodiazepine verstärken die Wirkung von Alkohol und anderen, das zentrale Nervensystem hemmenden Mitteln. Die Einnahme von hohen Benzodiazepin-Dosen über einen längeren Zeitraum kann zu psychischer und physischer Abhängigkeit führen.
Benzoylecgonin/Kokain (COC)
| Aufnahmeweg | Rauchen, schnupfen, oral, intravenös, subkutan |
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| Wirkung | Gesteigertes Selbstbewusstsein, Euphorie |
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| Halbwertszeit | 0,5 bis 1,5 Stunden (Kokain); 3,5 bis 8 Stunden (Benzoylecgonin); 3,5 bis 6 Stunden (Ecgoninmethylester) |
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| Nachweiszeit im Urin | 4 bis 12 Stunden (Kokain); 1 bis 4 Tage (Benzoylecgonin); bis 5 Tage (Benzoylecgonin) nach Langzeiteinnahme |
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Kokain (COC) wird aus den Blättern des Coca-Strauchs gewonnen. Es stimuliert sehr effektiv das zentrale Nervensystem und ist ein wirksames Lokalanästhetikum. Zu den psychischen Wirkungen bei der Einnahme von Kokain gehören Euphorie, ein gesteigertes Selbstvertrauen und ein Gefühl gesteigerter Energie, die mit einer erhöhten Pulsfrequenz, Pupillenerweiterung, Fieber, Muskelzittern und Schweißausbrüchen einhergehen können. Kokain wird nach kurzer Zeit mit dem Urin hauptsächlich in Form des Hauptmetaboliten Benzoylecgonin ausgeschieden. Benzoylecgonin hat eine biologische Halbwertszeit von 5 bis 8 Stunden, die damit viel länger ist als die von Kokain selbst (0,5 bis 1,5 Stunden).
Cotinin (COT)
| Aufnahmeweg | Rauchen |
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| Halbwertszeit | 16 bis 22 Stunden |
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| Nachweiszeit im Urin | 2 bis 3 Tage nach Einnahme |
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Der weit verbreitete Gebrauch von Tabakprodukten hat in der Gesellschaft immense Kosten verursacht. Es gibt circa 20 Metaboliten des Nikotins, die im Urin identifiziert werden können. Cotinin ist ein wichtiges Metabolit des Nikotins und sammelt sich im Körper bei regelmäßigem Rauchen an. Nikotin und Cotinin werden durch dasselbe Leberenzym metabolisiert. Es wird berichtet, dass Cotinin in Körperflüssigkeiten stabil ist und eine relativ lange Halbwertszeit von voraussichtlich 17 Stunden hat, daher ist es weniger abhängig vom Zeitpunkt der Probennahme als Nikotin oder andere Metaboliten.
2-Ethylidin-1,5-dimethyl-3,3-diphenylpyrrolidin (EDDP)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Nimmt den Suchtdruck |
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| Halbwertszeit | 15 bis 55 Stunden |
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| Nachweiszeit im Urin | 3 bis 4 Tage nach Einnahme |
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EDDP (2-Ethylidin-1,5-Dimethyl-3,3-Diphenylpyrrolidin) ist der wichtigste Metabolit des Methadons. Es wird zusammen mit einem weiteren Metaboliten, dem EMPD (2-Ethyl-5-Methyl-3,3-Diphenyl-Pyrrolidin), im Urin und in der Galle ausgeschieden. EDDP entsteht durch N-Demethylierung und Zyklisierung von Methadon in der Leber. Der Anteil des unverändert ausgeschiedenen Methadons ist individuell unterschiedlich und vom pH-Wert des Urins, der Dosis und dem Stoffwechsel des Patienten abhängig. Daher ist der Nachweis des Abbauproduktes EDDP anstelle von Methadon oft sinnvoller, da eine Beeinträchtigung des Testergebnisses durch den individuellen Patientenstoffwechsel vermieden werden kann.
Fentanyl (FYL)
| Aufnahmeweg | Pflaster |
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| Wirkung | Schmerzlindernd |
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| Halbwertszeit | 2 bis 4 Stunden; 5 bis 15 Stunden transmukosal; 17 Stunden transdermal |
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| Nachweiszeit im Urin | 10 bis 17 Stunden nach Einnahme |
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Fentanyl (N-(1-(2-phenylethyl)-4-piperidinyl)-N-phenyl-propanamid) ist ein synthetisches Opioid, das als potentes Schmerzmittel in der Anästhesie sowie als transdermales therapeutisches System zur Therapie von chronischen Schmerzzuständen eingesetzt wird, die nur mit Opiatanalgetika ausreichend behandelt werden können. Fentanyl fällt in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz, in Österreich unter das Suchtmittelgesetz und in der Schweiz unter das Betäubungsmittelgesetz.
Wegen seiner starken schmerzstillenden Wirkung wird Fentanyl häufig perioperativ eingesetzt. In Form von Hautpflastern wird es sowohl als Analgetikum bei starken, chronischen Schmerzen von Krebskranken als auch in der Analgesie von chronischen Nicht-Tumor-Schmerzen wie muskuloskelettalen Schmerzbildern eingesetzt.
Im Rettungsdienst kann Fentanyl bei akuten Schmerzzuständen vom Notarzt verabreicht werden. Fentanyl wirkt vorwiegend stark schmerzlindernd und beruhigend. Es ist etwa 100-mal so potent wie Morphin, gemessen am Gewicht ist nur ein Hundertstel der Menge an Fentanyl nötig, um die gleiche Wirkung zu erzielen, besitzt eine höhere Wirksamkeit, während seine Wirkdauer in der Regel deutlich kürzer ist. Bei intravenöser Verabreichung wird das Wirkmaximum bereits nach zwei bis drei Minuten erreicht.
Fentanyl wird binnen maximal 3 Tagen größtenteils mit dem Urin ausgeschieden und überwiegend zu Norfentanyl (4-N-(N-propionylanilino)piperidin) metabolisiert. Maximal 10 Prozent der verabreichten Menge gelangen unmetabolisiert in den Urin.
Ketamin (KET)
| Aufnahmeweg | Intravenös, nasal |
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| Wirkung | Halluzinationen |
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| Halbwertszeit | 80 bis 190 Minuten (Ketamin); 4 Stunden (Norketamin) |
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| Nachweiszeit im Urin | 2 bis 4 Tage nach Einnahme |
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Ketamin ist ein Derivat des Phencyclidins. Es wird in der Medizin und Veterinärmedizin als Betäubungsmittel benutzt. Bestimmte Dosen von Ketaminen können traum- und alptraumähnliche Zustände und Halluzinationen verursachen. In hohen Dosen können Ketamine Delirien, Amnesie, Beeinträchtigung der motorischen Fähigkeiten, hohen Blutdruck, Depressionen und möglicherweise tödliche Atemprobleme verursachen. Ketamin wird in der Leber metabolisiert und über die Niere ausgeschieden. Die Halbwertszeit von Ketaminen im Körper beträgt circa 3 Stunden.
Methylendioxyamphetamin (MDA)
Methylendioxyamphetamin (MDA) ist wie andere Amphetamine, also Amphetamin, Methamphetamin und chemisch verwandte Designerdrogen wie zum Beispiel Ecstasy, ein sympathomimetisch wirksames Amin. Unter anderem stimuliert es das zentrale Nervensystem und erhöht die Pulsfrequenz, den Blutdruck und unterdrückt den Hunger und den Durst. Einige Untersuchungen deuten auf eine dauerhafte Schädigung von lebenswichtigen Nervenstrukturen im Gehirn infolge von starkem Missbrauch hin.
Es wird dem Körper gewöhnlich oral und intravenös zugeführt. MDA wird nahezu vollständig durch die Dünndarmwand resorbiert und teils unverändert, teils nach Inaktivierung in der Leber mit dem Urin ausgeschieden.
MDMA/Ecstasy (MDMA)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Euphorie, Glücksgefühle, aufputschend |
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| Halbwertszeit | 10 bis 30 Stunden, abhängig vom pH-Wert und damit von der Ernährung |
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| Nachweiszeit im Urin | 1 bis 3 Tage nach Einnahme |
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(±)-3,4-Methylendioxymethamphetamin (MDMA) ist der Hauptbestandteil von Ecstasy. Ecstasy stimuliert das zentrale Nervensystem. Neben psychischer Abhängigkeit hat eine Ecstasy-Einnahme generelle Unruhe, reduziertes Hungergefühl und ein Gefühl gesteigerten Wohlbefindens zur Folge. Ein Drogenmissbrauch mit Überdosierung und anhaltender Einnahme von Ecstasy kann zu einer ernsten, gegebenenfalls permanenten Schädigung des menschlichen Nervensystems führen. Eine relativ häufige Folge des Ecstasy-Missbrauchs ist körperliche Überanstrengung mit Todesfolge durch Ausfall der körpereigenen Warnsignale.
Methamphetamin (MET)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Euphorie, Glücksgefühle, aufputschend |
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| Halbwertszeit | 10 bis 30 Stunden, abhängig vom pH-Wert und damit von der Ernährung |
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| Nachweiszeit im Urin | 1 bis 3 Tage nach Einnahme |
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Methamphetamin (MET), Amphetamin und deren Metabolite sind sympathomimetisch wirksame Mittel. Eine erhöhte Dosis führt zu einer verstärkten Stimulierung des zentralen Nervensystems und ruft Euphorie, Wachsamkeit und ein subjektives Gefühl gesteigerter Leistungsfähigkeit hervor. Über einen längeren Zeitraum verwendet, können sie Angstgefühle, Wahnvorstellungen, psychotisches Verhalten und Herzrhythmusstörungen verursachen. Das psychotische Verhaltensmuster bei hohen Dosen von Methamphetamin kann unter Umständen kaum von Schizophrenie unterschieden werden.
Methamphetamin wird im Urin teils als Amphetamin und teils oxidiert als deaminierte und hydroxylierte Derivate ausgeschieden. Circa 40 Prozent des Methamphetamins werden jedoch unverändert mit dem Urin ausgeschieden, weshalb der Nachweis von Methamphetamin im Urin ein direkter Hinweis auf dessen Einnahme ist.
Opiate/Morphin (MOR)
| Aufnahmeweg | Intravenös, subkutan, schnupfen, rauchen |
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| Wirkung | Beruhigend, entspannend |
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| Halbwertszeit | 3 bis 20 Minuten (Diacetylmorphin); 9 bis 40 Minuten (6-Monoacetylmorphin); 1 bis 7 Stunden (Morphin) |
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| Nachweiszeit im Urin | bis 48 Stunden nach Einnahme, in Einzelfällen bis 72 Stunden |
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Opiate (OPI) wie Morphin (MOR/MOP) und Codein werden aus dem Milchsaft des Schlafmohns gewonnen. Heroin, ein halbsynthetisches Derivat von Morphin, wird im Körper rasch zu Morphin umgewandelt, weshalb sowohl Morphin als auch Morphin-Glukuronid im Körper einer Person nachgewiesen werden können, die nur Heroin eingenommen hat. Auch Codein wird vom Körper in Morphin umgewandelt. Deshalb weist das Vorhandensein von Morphin oder dessen Metabolit Morphin-Glukuronid im Urin auf die Einnahme von Heroin, Morphin und/oder Codein hin. Ein positives Ergebnis deutet daher nicht zwingend auf einen Drogenmissbrauch hin, da einige legale Medikamente ebenfalls Opiate wie zum Beispiel Codein enthalten können.
Methaqualon (MQL)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Aphrodisierend |
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| Halbwertszeit | 20 bis 60 Stunden |
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| Nachweiszeit im Urin | circa 14 Tage nach Einnahme |
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Als illegal auf der Straße gehandeltes Rauschmittel erfreute es sich in den USA bald großer Beliebtheit aufgrund seiner euphorisierenden und aphrodisierenden Wirkung. Anfang der 1970er-Jahre war das sogenannte Luding out, die Einnahme von 300 bis 450 mg Methaqualon zusammen mit Wein, unter College-Studenten weit verbreitet. Durch den Alkohol wird das durch Methaqualon ausgelöste Gefühl der Unzerstörbarkeit und starken Euphorie noch verstärkt. Es kann auch in Tablettenform eingenommen oder geraucht werden. Methaqualon senkt, wie andere sedative Hypnotika, die Hemmschwelle und kann damit einhergehend zu einer Steigerung der sexuellen Leistungsfähigkeit führen.
Chronischer Gebrauch kann zu Polyneuropathie und zur psychischen und physischen Abhängigkeit führen. Bei der Einnahme von kleineren Dosen kann die Wirkung euphorisierend sein, anstatt sedierend, wie es eigentlich bei einem Schlafmittel zu erwarten wäre.
Mögliche Symptome einer Methaqualon-Überdosis sind Magen-Darm-Beschwerden, Benommenheit, Ataxie, Kribbeln, langsame und undeutliche Sprache, Muskelhyperaktivität, innere Blutungen, Konvulsionen und Koma.
Methaqualon wurde weitestgehend durch Benzodiazepin ersetzt und ist somit in der medizinischen Anwendung nicht mehr sehr gebräuchlich. Im Drogenslang ist Methaqualon teilweise als Seven-One-Fours, Seventeen oder Lemmon 714 bekannt.
Methadon (MTD)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Nimmt den Suchtdruck |
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| Halbwertszeit | 15 bis 20 Stunden bei pH kleiner 6,0; 33 bis 55 Stunden bei pH größer 7,8 |
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| Nachweiszeit im Urin | 1 bis 3 Tage nach Einnahme |
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Methadon (MTD) ist ein synthetisches Analgetikum, das ursprünglich zur Behandlung von Narkotika-Abhängigkeit eingesetzt wurde. Zu den Nebenwirkungen, die bei Methadoneinnahme auftreten können, gehören Schmerzunempfindlichkeit, Beruhigung und atemdepressive Wirkungen. Eine Methadon-Überdosis kann Koma verursachen oder sogar tödlich sein. Methadon wird oral oder intravenös verabreicht, in der Leber metabolisiert und hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden.
Oxycodon (OXY)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Schmerzlindernd |
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| Halbwertszeit | 3 bis 4,5 Stunden |
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| Nachweiszeit im Urin | 1 bis 3 Tage nach Einnahme |
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Oxycodon ist ein halbsynthetisches Opioid mit einer strukturellen Ähnlichkeit zu Codein. Die Droge wird durch Modifikation von Thebain hergestellt, einem im Schlafmohnsaft vorkommenden Alkaloid. Wie alle Opiat-Agonisten wirkt Oxycodon schmerzlindernd über das Einwirken auf Opioid-Rezeptoren im Rückenmark, im Gehirn und möglicherweise sogar direkt im betroffenen Gewebe. Oxycodon wird zur Linderung von mittelschweren bis schweren Schmerzzuständen verschrieben, unter Arzneimittel-Markennamen wie OxyContin®, Tylox®, Percodan® und Percocet®. Während Tylox, Percodan und Percocet lediglich geringe Dosen Oxycodon-Hydrochlorid in Kombination mit anderen Analgetika wie Acetaminophen oder Aspirin enthalten, besteht OxyContin ausschließlich aus Oxycodon-Hydrochlorid, das zeitverzögert freigesetzt wird.
Oxycodon wird durch Demethylierung zu Oxymorphon und Noroxycodon metabolisiert. Nach oraler Gabe einer einzelnen Dosis von 5 mg werden in einer über 24 Stunden gesammelten Urinprobe unveränderte Droge (13 bis 19 Prozent), konjugierte Droge (7 bis 29 Prozent) und konjugiertes Oxymorphon (13 bis 14 Prozent) als Hauptbestandteile gefunden. Das Zeitfenster zum Nachweis von Oxycodon im Urin ist erwartungsgemäß dem anderer Opioide wie zum Beispiel Morphin ähnlich.
Paracetamol (PCM)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Schmerzlindernd |
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| Halbwertszeit | 2 bis 4 Stunden, im Fall von Leberschäden bis zu 12 Stunden |
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| Nachweiszeit im Urin | 48 Stunden nach Einnahme |
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Acetaminophen oder Paracetamol ist ein Schmerzmittel und Antipyretikum wie Aspirin, das allgemein unter dem Markennamen Tylenol bekannt ist. Es ist ein aktiver Metabolit von Phenazetin, einem sogenannten Nichtopioid-Analgetikum. Die Absorptionsrate nach oraler Einnahme von Paracetamol hängt von der Rate der Magenentleerung ab und ist normalerweise schnell und vollständig. Die durchschnittliche systemische Verfügbarkeit liegt über 75 Prozent.
Paracetamol wird weitestgehend metabolisiert und seine Halbwertszeit im Plasma beträgt 1,5 bis 2,5 Stunden. Etwa 55 Prozent davon und 30 Prozent einer therapeutischen Dosis werden mit dem Urin als Glucuronid- und Sulfat-Konjugat ausgeschieden, während Mercaptursäure- und Cystein-Konjugate, die eine Umwandlung zu einem potentiell toxischen intermediären Metaboliten darstellen, zu 4 Prozent einer Dosis enthalten sind.
Der Paracetamol-Metabolismus ist alters- und dosisabhängig. Bei einer lebertoxischen Dosis ist der Paracetamol-Metabolismus beeinträchtigt und die Halbwertszeit verlängert. Die Sulfat-Konjugation ist gesättigt und der Anteil steigt, der als Mercaptursäure- und Cystein-Konjugat ausgeschieden wird. Die renale Clearance der Glucuronid- und Sulfat-Konjugate übersteigt oft die glomeruläre Filtrationsrate und ist vom Urinfluss und pH-Wert unabhängig.
Phencyclidin (PCP)
| Aufnahmeweg | Nasal, oral |
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| Wirkung | Verwirrend, macht aggressiv |
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| Halbwertszeit | 8 bis 55 Stunden, im Durchschnitt 18 Stunden |
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| Nachweiszeit im Urin | 14 Tage nach Einnahme, bei chronischem Gebrauch bis zu 30 Tage |
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Phencyclidin (PCP) ist ein Arylcyclohexylamin, das ursprünglich als Betäubungsmittel und als veterinärmedizinisches Beruhigungsmittel eingesetzt wurde. Phencyclidin kann Halluzinationen, Lethargie, Desorientiertheit, Koordinationsverlust, tranceähnliche Zustände, Gefühle von Euphorie und visuelle Verzerrungen verursachen. Es hat in einschlägigen Kreisen eine Reihe von Namen wie Angel Dust oder Crystal Cyclone. Phencyclidin kann oral, durch Inhalation über die Nase, durch Rauchen oder intravenös verabreicht werden. Es wird in der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden. Die Halbwertszeit von Phencyclidin im Körper beträgt rund drei Tage. Absaugen und Ansäuerung des Urins bei der Behandlung von Überdosen reduziert die Halbwertszeit normalerweise von drei Tagen auf einen Tag.
Propoxyphen (PPX)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Schmerzlindernd |
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| Halbwertszeit | 6 bis 12 Stunden (Propoxyphen), abhängig vom pH-Wert und damit von der Ernährung; 30 bis 36 Stunden (Norpropoxyphen), abhängig vom pH-Wert und damit von der Ernährung |
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| Nachweiszeit im Urin | 6 bis 36 Stunden nach Einnahme |
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Propoxyphen ist ein oraler, synthetischer Opiat-Agonist mit einer strukturellen Ähnlichkeit zu Methadon. Es wird allein oder zusammen mit Acetaminophen als Schmerzmittel zur Linderung von moderaten bis schweren Schmerzzuständen eingesetzt. Es wird häufig als Alternative zu Methadon bei der Detoxifikation oder der Behandlung von Drogenabhängigkeit eingesetzt. Zwei bekanntere Markennamen in den USA sind Darvon und Darvocet.
Propoxyphen wird in der Leber in den aktiven Metaboliten Norpropoxyphen umgewandelt. Norpropoxyphen hat eine geringere ZNS-Beruhigungswirkung als Propoxyphen, verfügt aber über stärkere lokalanästhetische Effekte. Beide Substanzen werden renal eliminiert, wobei der Anteil unveränderter Droge bei rund 10 Prozent liegt.
Trizyklische Antidepressiva (TCA)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Stimmungshebend |
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| Halbwertszeit | 9 bis 24 Stunden (Imipramin); 18 bis 93 Stunden (Nortriptylin) |
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| Nachweiszeit im Urin | 2 bis 3 Tage nach Einnahme |
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Trizyklische Antidepressiva, bekannt als TCA, werden seit den 1950er-Jahren gegen Depressionen verschrieben. Sie sind die älteste Gruppe von Antidepressiva, die heute noch eingesetzt werden. Bis vor Kurzem waren TCA bei Ärzten die erste Wahl zur Behandlung der breiten Mehrheit aller Patienten mit schwereren depressiven Störungen. Beispiele für TCA sind Imipramin (Tofranil®), Amitriptylin (Saroten®) und Nortriptylin (Nortrilen®). Die Wirkung von TCA beruht auf einer Erhöhung des Spiegels von Serotonin und Norepinephrin im Gehirn, indem die Wiederaufnahmerate beziehungsweise Resorption durch die Nervenzellen verlangsamt wird. Es kann einige Wochen dauern, bis der gewünschte Effekt eintritt.
Eine Überdosis an trizyklischen Antidepressiva ist die Haupttodesursache bei vorsätzlichem Drogenmissbrauch. Im Falle einer Überdosierung wird der Tod hauptsächlich durch Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck hervorgerufen. Ein Großteil der toxischen Wirkung von TCA am Herzen resultiert aus chinidinähnlichen Aktivitäten am Herzaktionspotential und einem negativen inotropischen Einfluss. Glucagon ist in der Lage, die durch chinidine Vergiftung ausgelöste Depression von Herzmuskelaktivität, Blutdruck und Herzschlag umzukehren.
Marihuana (THC)
| Aufnahmeweg | Rauchen, oral |
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| Wirkung | Innere Ruhe und Wohlbefinden |
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| Halbwertszeit | 20 bis 30 Stunden (THC-Carbonsäure) |
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| Nachweiszeit im Urin | 2 bis 3 Tage bei unregelmäßiger Einnahme (1 bis 2 Joints); 1 bis 5 Tage bei oraler Einnahme; 5 bis 10 Tage bei gemäßigtem bis starkem Rauchen; 14 bis 18 Tage bei chronischem Gebrauch; 20 Tage oder mehr Retentionszeit bei chronischen Rauchern |
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Marihuana, Haschisch, Cannabis oder Tetrahydrocannabinol (THC) sind halluzinogen wirkende Drogen, die aus den Blüten des indischen Hanfs gewonnen und hauptsächlich durch Rauchen konsumiert werden. Die beim Missbrauch üblichen Dosen beeinflussen das zentrale Nervensystem und können zu Veränderungen in der Gemütsverfassung und im sensorischen Empfinden, zum Verlust des Koordinationsvermögens, zur Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses, zu Angstgefühl, Wahnvorstellungen, Depression, Verwirrung, Halluzinationen und zur Erhöhung der Pulsfrequenz führen. Eine Gewöhnung an psychische und somatische Effekte kann eintreten. Der Entzug bewirkt Unruhe, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit.
Nach der Einnahme von Marihuana wird die Droge in der Leber metabolisiert. Der hauptsächlich im Urin auftretende Metabolit des Marihuanas ist 11-nor-Δ9-THC-9-Carbonsäure und deren Glucuronid. Das bedeutet, dass das Vorhandensein von Cannabinoiden einschließlich des primären Carbonsäure-Metaboliten im Urin auf die Einnahme von Marihuana beziehungsweise Cannabis hinweist.
Tramadol (TML)
| Aufnahmeweg | Oral |
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| Wirkung | Schmerzlindernd |
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| Halbwertszeit | 3 bis 8 Stunden |
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| Nachweiszeit im Urin | 1 bis 6 Tage nach Einnahme |
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Tramadol ist ein synthetisches, schmerzlinderndes Mittel, das nicht aus natürlichen Quellen extrahierbar ist. Es ist chemisch nicht mit Opiaten verwandt. Obwohl die Art und Weise der Wirkung noch nicht vollständig ermittelt werden konnte, scheinen wenigstens zwei sich ergänzende Mechanismen möglich zu sein: eine geringe Bindungsaffinität zu µ-Opioid-Rezeptoren und eine Verhinderung der Wiederaufnahme von Norepinephrin und Serotonin.
Andauernder Konsum hoher Dosen von Tramadol kann zu einer Toleranz und physiologischen Abhängigkeit von der Droge führen, was zu Missbrauch führt. Tramadol wird nach oraler Einnahme weitgehend metabolisiert. Im Urin werden etwa 30 Prozent der Dosis als unveränderte Droge und 60 Prozent als Metabolit ausgeschieden. Der Hauptabbauweg scheint eine N- und O-Demethylierung, Glukuronidierung oder Sulfatierung in der Leber zu sein. Die Halbwertszeit von Tramadol im Serum beträgt 6 bis 7 Stunden bei gesunden Menschen. Die therapeutische Konzentration im Serum reicht von 0,1 bis 0,3 µg/ml. Studien zeigen, dass Tramadol-Konzentrationen im Urin bedeutend höher sind als im Serum. Deshalb sind Urinproben bestens geeignet, um eine Überprüfung auf Tramadol im Rahmen eines therapeutischen Drogenmonitorings oder in der forensischen Toxikologie durchzuführen.